Diagnose Diabetes – Risikofaktoren für Folgeerkrankungen durch die HRV Analyse frühzeitig erkennbar
(openPR) - 07.04.2009 Liebenburg - Aus der evidenzbasierten Leitlinie der Deutschen Diabetes-Gesellschaft:
Frühestes Zeichen der KADN (kardiovaskuläre, autonome diabetische Neuropathie) ist eine Verminderung der Herzfrequenzvariabilität (= HRV für heart rate variability).
Eine Verminderung der Herzfrequenzvariabilität verdeutlicht eine Funktionsstörung des vegetativen Nervensystems. Die Analyse der Herz-Rhythmus-Variabilität (Herzfreqenzvariabilität) objektiviert den Funktionszustand des vegetativen Nervensystems (VNS). Das VNS ist verantwortlich für die Steuerung und Regulation des Stoffwechsels und vieler anderer nicht willentlich beeinflussbarer Körpersysteme (z.B. Herz-Kreislauf-System, Verdauungssystem, Immunsystem usw.). Wenn eine Regulationsstörung des VNS nicht beseitigt wird, entstehen Krankheiten. Bestehende Erkrankungen können sich verschlechtern und Folgeerkrankungen auftreten.
Die HRV-Analyse (EKG Messtechnik) liefert exakte Messwerte für eine frühzeitige Erkennung von Funktionsstörungen des VNS. Die Messung mit dem HRV Messsystem Varicor® dauert ca. 7 Minuten ist schmerzfrei, einfach und aussagekräftig für Patient und Therapeut.
Kostenintensive und die Lebensqualität mindernden diabetischen Folgeerkrankungen wie z.B. Nervenerkrankungen (Neuropathie), Augenerkrankungen (Retinopathie) und Durchblutungsstörungen können frühzeitig erkannt und effektiv therapiert werden.
Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung bei der die Regulation des Blutzuckerspiegels gestört ist. Die Aktivierung und Hemmung der Insulinproduktion sowie die körperliche Insulinverwertung befinden sich nicht mehr in einem gesunden Gleichgewicht.
Die Regulationsfähigkeit der beiden Hauptnerven des VNS, Sympathikus und Parasympathikus, ist gestört. Man spricht dann von einer Funktionsstörung des VNS.
Bei der autonomen diabetischen Neuropathie sind Funktionsstörungen des VNS durch die HRV Analyse nachweisbar.
Durch diese Funktionsstörungen können sich Erkrankungen an verschiedenen Organen entwickeln, z. B.:
- stumme (schmerzlose) Herzinfarkte,
- gestörte Regulation der Herzfrequenz,
- gestörte Regulation des Blutdrucks und der Durchblutung,
- Funktionsstörungen von Magen und Darm,
- beeinträchtigte Blasenentleerung, Inkontinenz,
- sexuelle Störungen, z. B. Impotenz,
- gestörte Pupillenreflexe, Augenmuskellähmungen,
- Lähmungen von Gesichtsmuskeln.
Nach Angaben der Internationalen Diabetes-Föderation ist Diabetes eine der Hauptursachen für eine spätere Erblindung, Nierenversagen, Amputationen, Herzinfarkt und Schlaganfälle.
Folgen des Diabetes pro Jahr:
44.000 Schlaganfälle
5.000 Erblindungen
27.000 Herzinfarkte
30.000 Amputationen
Bei Diabetes-World.net ist nachzulesen, dass „eine gestörte HRV eines der frühesten Zeichen für die Störung der Nervenfunktion ist. Unerkannt ist sie ein Risikofaktor für den frühzeitigen Herztod. Es wäre darum wichtig, solche Störungen bei Diabetikern möglichst frühzeitig nachzuweisen.
Die amerikanische Diabetesgesellschaft ADA empfiehlt deshalb diese Messung bei Typ 2-Diabetikern zum Diagnosezeitpunkt und bei Typ 1 Diabetikern fünf Jahre nach Beginn der Erkrankung.“
Trotz guter Blutzuckereinstellung konnten Funktionsstörungen des VNS durch die HRV Analyse nachgewiesen werden.
Die Analyse der Herz-Rhythmus-Variabilität (HRV) wurde bei über 950 Typ 2-Diabetikern in mehr als 100 Hausarztpraxen in einer Studie erfasst. Die Patienten waren im Durchschnitt 60 Jahre alt und hatten eine bekannte Diabetesdauer von ca. drei Jahren. Die Blutzuckereinstellung war gut bis befriedigend. Im Durchschnitt lag der Langzeitblutzuckerwert HbA1c unter 7 %.
Die HRV Analyse erbrachte folgende Resultate:
32 % wiesen keine Nervenfunktionsstörungen am Herzen auf,
31 % hatten eine leichte Störung,
31 % eine mittlere Störung und
6 % bereits eine schwere Störung.
Die Ergebnisse zeigen sehr deutlich, dass das Problem bei vielen Diabetikern vorhanden, aber unbekannt ist, und dass derartige Untersuchungen notwendig sind, um frühzeitig das Risiko für schwerwiegende Herzprobleme feststellen und behandeln zu können.
Die HRV Messung ist wissenschaftlich anerkannt mit einer hohen Aussagekraft. Die Messung selbst ist nicht invasiv, schmerzfrei und ohne Nebenwirkungen. Die HRV-Analyse gibt in verständlichen und einfachen Graphiken Aufschluss über den Funktionszustand des übergeordneten Steuerungs- und Regulationssystems. Sie zeigt, ob bereits eine Regulationsstörung von Sympathikus und Parasympathikus vorhanden ist.
Für jeden Diabetiker und für jede Arztpraxis steht die HRV Analyse zur Früherkennung diabetischer Folgeschäden zur Verfügung.